Zucchini

Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina

Die Zucchini ist keine eigenständige Art, sondern „nur“ eine Unterart (ssp.) des Gartenkürbis (Cucurbita pepo). Neben der Gurke dürfte sie, zumindest in unseren Breiten, das bekannteste Kürbisgewächs sein.

Sie lässt sich ohne viel Aufwand im Garten anbauen. Vorgezogene Pflanzen sind im Frühjahr im Handel zu finden.

Zucchini

Zucchini

Anbauinfos:
  1. Standort: sonnig bis absonnig
  2. Boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, an- aber nicht austrocknen lassen
  3. Düngen: Komposterde, organischer Gemüsedünger
  4. Ernten: ungefähr 4 Wochen nach dem Pflanzen

Anbau

Standort: Ideal ist ein Standort, der den Pflanzen für mindestens 4 Stunden täglich Sonne bietet.

Da es sich um eine kriechend wachsende Art handelt, deren Triebe mehrere Meter lang und einzelne Blätter bis zu einem Meter hoch werden können, sollte man ausreichend Platz einplanen.

Frost verträgt die Zucchini nicht, bereits bei 1 °C lässt sie ihre Blätter hängen und stirbt ab.

Boden: An den Boden stellt sie keine hohen Ansprüche, er sollte etwas Humus enthalten und gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass sein.

Ist er sehr mager, dann lässt er sich durch das Einarbeiten von Kompost oder Gemüseerde aufwerten.

Cucurbita pepo

Zucchinipflanze im Garten

Gießen: Der Boden darf zwischen den Wassergaben an-, aber nicht austrocknen. Vor allem die ersten Wochen nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden, damit Cucurbita pepo gut anwachsen kann.

Bei etablierten Zucchinis reicht es, zumindest solange es nicht extrem heiß ist, wenn sie alle 2 bis 4 Tage gewässert werden.

Düngen: Der beste Dünger ist ein gesunder Boden. Ich gebe im Herbst etwas Komposterde auf die Beete, den Rest erledigen die Mikroorganismen.

Ernten: Am besten schmecken Zucchinis, wenn man sie auf eine Länge von 10 bis 20 Zentimetern reifen lässt. Werden sie größer, bilden sie ihre Kerne aus und das Fruchtfleisch wird grobfaserig. Essbar sind aber auch die Großen, mitsamt ihren Kernen.

Ernten kann man über einen Zeitraum von ungefähr 8 Wochen.

Krankheiten/Schädlinge: Bei jungen Pflanzen können die Spanischen Wegschnecke zum Problem werden, die die Blätter anknabbern oder ganze Pflanzen fressen.

Das lässt sich, zumindest nach meinen Erfahrungen, am besten durch den Einsatz von Schneckenringen verhindern. Die wieder entfernt werden müssen, bevor die Pflanzen zu groß werden.

Schneckenring

Schneckenring (mit Pak Choi).

Zucchinis sind, wie auch andere Kürbisarten oder Gurken, anfällig für Pilze, zum Beispiel den echten oder falschen Mehltau. Dagegen hilft nur vorbeugen, ein Aufwand der sich meines Erachtens nicht lohnt, da man in der kurzen Vegetationsperiode ausreichend ernten kann.

Anzuchtinfos:
  1. Termin: ab Mitte April im Haus, Mitte Mai im Beet
  2. Standort: sonnig bis absonnig
  3. Erde: Blumen- oder Gemüserde, ungedüngt
  4. Gießen: gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass
  5. Pikieren/Auspflanzen: 2 bis 4 Wochen nach der Aussaat

Die Anzucht aus Samen

Vorgezogene Zucchini sind ab Anfang Mai im Handel zu finden. Dabei handelt es sich aber zumeist um die Standardsorten. Wer es exclusiver oder preisgünstiger mag, zieht sich die Pflanzen selbst aus Samen an.

Die Samen können ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät werden. Schneller gelangt man an frische Zucchini, wenn man sie ab Mitte April im Haus vorzieht.

Das Saatgut kann, muss aber nicht, vor der Aussaat für 12 bis 24 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Es wird mit 2 bis 3 Zentimeter Erde bedeckt.

Ich verwende ungedüngte Gemüse- oder Blumenerde.

Zucchini-Sämlinge

Ungefähr 2 Wochen alte Sämlinge.*

Bei Temperaturen um 20 °C, keimen die ersten Samen nach 4 bis 7 Tagen. Der Standort für die Anzucht sollte hell bis sonnig sein. Das Substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass.

In den Garten kommen die Jungpflanzen, wenn sie zwischen 2 und 4 Wochen alt sind. Je nach Region, können sie Anfang/Mitte Mai ausgepflanzt werden.

Die Zucchini ist frostempfindlich, bereits ein halbes Grad über Null kann ihren Tod bedeuten.

Bei der Anzucht von anderen Kürbissorten oder Schlangengurken, kann man vorgehen wie hier beschrieben. Gewürzgurken werden ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät.

* Derzeit ist es très chic, sich die Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier oder anderen nachwachsenden Rohstoffen selbst zu basteln. Das gilt als nachhaltig und umweltfreundlich.

Ob die beim Verrotten frei werdende Druckerschwärze oder der eventuell enthaltene Leim von den Pflanzen aufgenommen werden, kann ich nicht sagen.

Die oben gezeigten Pflanzen habe ich ohne die Toilettenpapierrollen ausgepflanzt. Die Anzucht in Töpfen, die sich durchaus mehrmals verwenden lassen, ist meines Erachtens ebenso nachhaltig.

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