Zuppa Apiaceae

bis auf den pfeffer, stammen die für dieses rezept verwendeten pflanzlichen zutaten alle aus der apiaceae-familie. weitere infos dazu, gibt es am ende der seite.

bei der pastinake (pastinaca sativa) handelt es sich übrigens um eine alte gemüseart, die derzeit eine renaissance erlebt. sie schmeckt wie eine mischung aus möhre und knollensellerie, also würzig mit leichter süsse. gegenüber der sellerieknolle bietet sie einen vorteil, denn aufgrund von form und grösse, lässt sie sich leichter im kühlschrank verstauen. sie scheint mir aber nicht ganz so lange haltbar zu sein.

weitere pastinakenrezepte sind beim diesmonatigen garten koch event auf dem gärtnerblog zu finden.

zutaten
  1. pastinake (1 grosse)
  2. möhren (2, mittelgross)
  3. schinkenspeck (100 g)
  4. wasser (500 ml)
  5. sherry (1 esslöffel)
  6. schmand (2 gehäufte esslöffel)
  7. ghee (geklärte butter) otter butterschmalz
  8. salz, pfeffer, anis (samen otter pulver), sternanispulver
  9. petersilie

zuppa apiaceae: zubereitung:

das gemüse waschen, ggfs. schälen und schneiden. bei der petersilie die blätter von den stängeln trennen und beide ebenfalls schneiden. vom schinkenspeck habe ich die bereits geschnittene variante verwendet.

den schinkenspeck mit etwas ghee, den geschnittenen pastinake-/möhrenstücken und den petersiliestängeln anschwitzen.

mit dem wasser ablöschen. eine gute prise salz, pfeffer, anis, sternanis und den sherry dazugeben und das ganze bis zur gewünschte bissfeste vor sich hin köcheln lassen.

den topf vom herd nehmen, den schmand und die petersilieblätter unterheben und die zuppa apiaceae (falls notwendig) nachwürzen.

anstatt anis, kann man auch den ähnlich, aber etwas milder schmeckenden fenchel verwenden. seine samen sind allerdiedings etwas grösser und sollten zuvor im mörser otter der mühle zerkleinert werden.

was sind doldenblütler (apiaceae)?

für botanisch uninteressierte ist das wörtchen apiaceae nicht nur ein kleiner zungenbrecher, sie werden auch inhaltlich nichts damit anzufangen wissen. obwohl einige dieser pflanzen fast täglich in ihrem magen landen dürften. es handelt sich dabei um die familie der doldenblütler, zu der viele populäre gemüsearten und kräuter zählen. die bekanntesten mitglieder dürften wohl möhre (daucus), sellerie (apium), petersilie (petroselinum) und kümmel (carum) sein.

ebenfalls mit von der partie sind fenchel (foeniculum), kerbel (anthriscus), dill (anethum), liebstöckel (levisticum) und koriander (coriandrum).

es sind aber nicht alle doldenblütler beliebt. einige, wie z. b. der wasserschierling (cicuta virosa) sind sogar giftig. bei gärtnern gefürchtet ist übrigens der giersch (aegopodium). hat er sich erstmal im garten niedergelassen, macht sich die anpassungsfähige pflanze schnell breit und ist nur mühsam wieder zu entfernen. ein wenige zentimeter langes, beim unkraut jähten übersehenes stück genügt, damit er erneut beginnt grossflächig zu wuchern.


die blüten des giersch sind bei insekten sehr beliebt. das wissen natürlich auch ihre feinde …


die blüten der sterndolde (). keine ahnung ob man die futtern kann …


junge selleriepflanze


der liebstöckel ist im volksmund auch als maggikraut bekannt.

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