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Anbau

Weizen

Triticum sp.

Als Weizen werden mehrere Arten bezeichnet, die zur Gattung Triticum und somit zur Familie der Süßgräser gehören. Verwandtschaftliche Verhältnisse bestehen unter anderem zu Dinkel, Roggen, Hafer und Reis. Aber nicht zu Buchweizen, der zu den Knöterichgewächsen zählt.

Weizen

Weizen in der Küche

In der Küche zum Einsatz kommen können Weizenkörner. Sie lassen sich wie Reis verarbeiten, benötigen allerdings etwas länger bis sie gar und angenehm weich sind.

Auf der Fensterbank anbauen kann man Weizensprossen sowie Weizengras, das sich auch zur Verwendung als Katzengras eignet.

Lagern

Weizenkörner sollten trocken gelagert werden. Dann halten sie mehrere Jahre. Nach ungefähr 2 Jahren nimmt ihre Keimfähigkeit ab.

Weizensprossen bleiben im Kühlschrank 7 bis 10 Tage frisch, schmecken allerdings bitter, sobald sich der Trieb grün färbt. Sie lassen sich einfrieren.

Weizengras hält sich geschnitten im Kühlschrank gut eine Woche.

Weizensprossen

Die Anzucht von Weizensprossen ist nicht schwierig und kann ganzjährig erfolgen. Sie eignen sich für Süßspeisen wie Müsli und Joghurt, Salate oder zum Aufpeppen von Brot.

Weizensprossen
Weizensprossen 2 Tage nach dem Einweichen.
Anzuchtinfos Sprossen:
  1. Aussaat: ganzjährig
  2. Keimgerät: Keimglas, Sprossenturm
  3. Temperatur: 15 bis 25 °C
  4. Einweichzeit: 8 bis 24 Stunden
  5. Wässern: morgens und abends
  6. Ernte: nach 2 bis 4 Tagen
  7. Ertrag: 1:3

Saatgut: Für die Anzucht der Sprossen kann ungeschälter Weizen verwendet werden. Polierte Körner, die sogennanten Graupen, sind nicht keimfähig.

Einweichen: Die Einweichzeit darf zwischen 8 und 24 Stunden betragen.

Temperatur: Weizen keimt bei 16 bis 20 °C.

Wässern: 2-mal täglich spülen, morgens und abends.

Ernten: Je nach Temperatur sind die Sprossen nach 2 bis 4 Tagen verzehrfertig. Sobald sich die Triebspitzen grün färben, schmecken sie bitter.

Keimglas
Keimgläser sind ab 3,50 € zu erhalten.

Weizengras/Katzengras

Seit ein paar Jahren gilt Weizengras als supergesundes Wundermittel. Dementsprechend viele und auch hochpreisige Produkte werden vertrieben. Die kann sich sparen, wer es selbst auf der Fensterbank anzieht und zu Saft verarbeitet oder als Würzkraut verwendet.

Katzengras

Anzuchtinfos Weizengras:
  1. Aussaat: ganzjährig
  2. Keimgerät: Sprossenturm, Schale, Topf
  3. Substrat: Kräuter-/Gemüseerde
  4. Temperatur: 15 bis 25 °C
  5. Licht: sonnig
  6. Ernte: nach 10 bis 14 Tagen

Vorgehen kann man dabei, wie bei den Sprossen beschrieben. Die Anzucht sollte in einem Sprossenturm oder einer Keimschale, an einem hellen bis sonnigen Standort erfolgen.

Licht ist wichtig für das Ausbilden des Chlorophylls.

Für die Anzucht im Topf, Balkonkasten oder Kübel eignen sich Erdmischungen für Gemüse und Kräuter. Sie werden zumeist „nur“ organsich gedüngt, während Blumenerden mineralische Kunstdünger enthalten.

Nährwerte & Inhaltsstoffe

Weizenkörner je 100 g Trockengewicht
Brennwert*298 kcal/1265 kJ
Kohlenhydrate*59,6 g
Eiweiß*11,7 g
Fett*1,8 g
Ballaststoffe*13,3 g
Vitamine*: B1, B2, Niacin, Panthotensäure, B6, C, E
Durch das Keimen soll der Vitamingehalt ansteigen, bei Vitamin C sogar um 600 %.
Mineralstoffe*: Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Phosphor, Schwefel, Chlor, Eisen, Mangan, Kupfer, Kobalt, ZIng, Jod
Weizenkeime
Weizenkeime schmecken lecker im Müsli oder Früchtequark.

Quellen:
* Kleine Nährwerttabelle der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. / ISBN 3-8295-7135-6 / Prof. Dr. Hartmut Fröleke
** Das große Buch der Sprossen und Keime / ISBN 978-3-453-05422-6 / Rose-Marie Nöcker

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Löwenzahn

Taraxacum sect. Ruderalia, Korbblütler (Asteraceae)

Im Löwenzahn steckt Potenzial, das leider viel zu selten genutzt wird. Im Aroma ähnelt er dem Endiviensalat, mit dem er nahe verwandt ist. Zudem wächst der robuste Korbblütler mehrjährig und kann vom Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden.

Für die Verwendung in der Küche eignen sich Blüten und Blätter. Sie können zu Salat verarbeitet oder wie Spinat zubereitet werden.

Löwenzahn
Löwenzahn (kultivierter vollherziger) 9 Wochen nach der Aussaat.
Anzuchtinfos:
  1. Termin: ab Mitte März im Haus, Mitte April im Beet
  2. Standort: sonnig
  3. Substrat: Anzucht-, Kräuter-, Gemüseerde
  4. Gießen: gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass
  5. Pikieren/Auspflanzen: 8 bis 12 Wochen nach der Aussaat

Die Anzucht aus Samen

Aussaat: Mit dem Vorziehen im Haus darf Mitte März begonnen werden. Die Direktsaat ins Bett kann ab Mitte April erfolgen.

Die Samen werden nur leicht mit Erde bedeckt. Als Substrat eignet sich Anzucht-, Kräuter- oder Gemüseerde. Diese Mischungen sind, je nach Anbieter, zumeist nur schwach oder organisch vorgedüngt.

Keimdauer: 14 bis 21 Tage bei 15 bis 20 °C. Keimt unregelmäßig.

Standort: Hell bis vollsonnig. Wird in der Wohnung gerne von Blattläusen und Weißer Fliege befallen. Jungpflanzen im Beet benötigen Schneckenschutz.

Gießen: Bis die Jungpflanzen ungefähr 5 Zentimeter hoch sind, müssen Boden/Substrat gleichmäßig feucht sein und dürfen nicht austrocknen.

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Zucchini

Cucurbita pepo ssp. pepo convar. giromontiina

Die Zucchini ist keine eigenständige Art, sondern „nur“ eine Unterart (ssp.) des Gartenkürbis (Cucurbita pepo). Neben der Gurke dürfte sie, zumindest in unseren Breiten, das bekannteste Kürbisgewächs sein.

Sie lässt sich ohne viel Aufwand im Garten anbauen. Vorgezogene Pflanzen sind im Frühjahr im Handel zu finden.

Zucchini
Zucchini
Anbauinfos:
  1. Standort: sonnig bis absonnig
  2. Boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, an- aber nicht austrocknen lassen
  3. Düngen: Komposterde, organischer Gemüsedünger
  4. Ernten: ungefähr 4 Wochen nach dem Pflanzen

Anbau

Standort: Ideal ist ein Standort, der den Pflanzen für mindestens 4 Stunden täglich Sonne bietet.

Da es sich um eine kriechend wachsende Art handelt, deren Triebe mehrere Meter lang und einzelne Blätter bis zu einem Meter hoch werden können, sollte man ausreichend Platz einplanen.

Frost verträgt die Zucchini nicht, bereits bei 1 °C lässt sie ihre Blätter hängen und stirbt ab.

Boden: An den Boden stellt sie keine hohen Ansprüche, er sollte etwas Humus enthalten und gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass sein.

Ist er sehr mager, dann lässt er sich durch das Einarbeiten von Kompost oder Gemüseerde aufwerten.

Cucurbita pepo
Zucchinipflanze im Garten

Gießen: Der Boden darf zwischen den Wassergaben an-, aber nicht austrocknen. Vor allem die ersten Wochen nach dem Pflanzen muss regelmäßig gegossen werden, damit Cucurbita pepo gut anwachsen kann.

Bei etablierten Zucchinis reicht es, zumindest solange es nicht extrem heiß ist, wenn sie alle 2 bis 4 Tage gewässert werden.

Düngen: Der beste Dünger ist ein gesunder Boden. Ich gebe im Herbst etwas Komposterde auf die Beete, den Rest erledigen die Mikroorganismen.

Ernten: Am besten schmecken Zucchinis, wenn man sie auf eine Länge von 10 bis 20 Zentimetern reifen lässt. Werden sie größer, bilden sie ihre Kerne aus und das Fruchtfleisch wird grobfaserig. Essbar sind aber auch die Großen, mitsamt ihren Kernen.

Ernten kann man über einen Zeitraum von ungefähr 8 Wochen.

Krankheiten/Schädlinge: Bei jungen Pflanzen können die Spanischen Wegschnecke zum Problem werden, die die Blätter anknabbern oder ganze Pflanzen fressen.

Das lässt sich, zumindest nach meinen Erfahrungen, am besten durch den Einsatz von Schneckenringen verhindern. Die wieder entfernt werden müssen, bevor die Pflanzen zu groß werden.

Schneckenring
Schneckenring (mit Pak Choi).

Zucchinis sind, wie auch andere Kürbisarten oder Gurken, anfällig für Pilze, zum Beispiel den echten oder falschen Mehltau. Dagegen hilft nur vorbeugen, ein Aufwand der sich meines Erachtens nicht lohnt, da man in der kurzen Vegetationsperiode ausreichend ernten kann.

Anzuchtinfos:
  1. Termin: ab Mitte April im Haus, Mitte Mai im Beet
  2. Standort: sonnig bis absonnig
  3. Erde: Blumen- oder Gemüserde, ungedüngt
  4. Gießen: gleichmäßig feucht aber nicht tropfnass
  5. Pikieren/Auspflanzen: 2 bis 4 Wochen nach der Aussaat

Die Anzucht aus Samen

Vorgezogene Zucchini sind ab Anfang Mai im Handel zu finden. Dabei handelt es sich aber zumeist um die Standardsorten. Wer es exclusiver oder preisgünstiger mag, zieht sich die Pflanzen selbst aus Samen an.

Die Samen können ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät werden. Schneller gelangt man an frische Zucchini, wenn man sie ab Mitte April im Haus vorzieht.

Das Saatgut kann, muss aber nicht, vor der Aussaat für 12 bis 24 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Es wird mit 2 bis 3 Zentimeter Erde bedeckt.

Ich verwende ungedüngte Gemüse- oder Blumenerde.

Zucchini-Sämlinge
Ungefähr 2 Wochen alte Sämlinge.*

Bei Temperaturen um 20 °C, keimen die ersten Samen nach 4 bis 7 Tagen. Der Standort für die Anzucht sollte hell bis sonnig sein. Das Substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass.

In den Garten kommen die Jungpflanzen, wenn sie zwischen 2 und 4 Wochen alt sind. Je nach Region, können sie Anfang/Mitte Mai ausgepflanzt werden.

Die Zucchini ist frostempfindlich, bereits ein halbes Grad über Null kann ihren Tod bedeuten.

Bei der Anzucht von anderen Kürbissorten oder Schlangengurken, kann man vorgehen wie hier beschrieben. Gewürzgurken werden ab Mitte Mai direkt ins Beet gesät.

* Derzeit ist es très chic, sich die Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier oder anderen nachwachsenden Rohstoffen selbst zu basteln. Das gilt als nachhaltig und umweltfreundlich.

Ob die beim Verrotten frei werdende Druckerschwärze oder der eventuell enthaltene Leim von den Pflanzen aufgenommen werden, kann ich nicht sagen.

Die oben gezeigten Pflanzen habe ich ohne die Toilettenpapierrollen ausgepflanzt. Die Anzucht in Töpfen, die sich durchaus mehrmals verwenden lassen, ist meines Erachtens ebenso nachhaltig.

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Bärlauch

Allium ursinum

Der Bärlauch dürfte den meisten von uns in Form von leckerem Pesto bekannt sein. Dabei macht die heimische Pflanze auch im Garten eine gute Figur. Seine elliptischen Blätter und die weißen, doldig angeordneten Blüten zeigt er allerdings nur von März bis Juni. Die restliche Zeit des Jahres überdauert er als Zwiebel im Boden.

Botanisch eingeordnet ist er in die Unterfamilie der Lauchgewächse (Allioideae) innerhalb der Amaryllisgewächse. Neben dem Lauch ist er noch mit der Zwiebel, dem Knoblauch und Schnittlauch verwandt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa bis in den Kaukasus.

Essbar sind alle Pflanzenteile, auch die Blüten und die Zwiebeln. Wer wild sammelt, sollte sich aber auf die Blätter beschränken. Im Handel werden noch weitere Laucharten mit leckeren und hübschen Blüten angeboten.

Bärlauch
Bärlauch (Allium ursinum) am Naturstandort in einem lichten Wäldchen.
Anbau-Infos
  1. Standort: sonnig bis schattig
  2. Boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, etwas Sand, Humus
  3. Vermehrung: Samen, Teilen
  4. Düngen: Komposterde, organischer Gemüsedünger
  5. Winterhart: ja

Anbau

Der Anbau von Bärlauch im Garten ist eine stressfreie Sache. Zum einen überdauert er die meiste Zeit des Jahres als blattlose Zwiebel im Boden. Zum anderen versorgt uns Mutter Natur im Frühling in der Regel mit ausreichend Regen, sodass man ihn nur selten gießen muss.

Wer ein passendes Eckchen übrig hat, kann ihn dort verwildern lassen und wird in jedem Frühjahr mit ausreichend Blättern versorgt.

Bärlauchblüten

Ideal ist ein helles bis halbschattiges Plätzchen, mit etwas Morgen- oder Abendsonne. An solch einem Standort behält der Bärlauch seine Blätter am längsten und sie sind schön dunkelgrün gefärbt.

Er kommt aber auch mit der Mittagssonne zurecht. Ist das Frühjahr sehr sonnig und warm, dann bleichen seine Blätter schnell aus und er zieht ein.

Sehr gut kann man ihn zum Unterpflanzen von Bäumen und Büschen verwenden, idealerweise von Arten, die ihre Blätter im Herbst abwerfen.

Allium ursinum wächst flächig, d. h., er bildet in jedem Jahr ein paar Tochterpflanzen und macht sich so nach und nach im Garten breit. Das sollte man beim Pflanzen berücksichtigen.

Seine Ansprüche an den Boden sind keine besonderen. Solange er nicht dauerhaft unter Wasser steht. Etwas Sand, feiner Kies oder Lehm werden vertragen.

Während der Wachstumszeit im Frühjahr sollte die Erde gleichmäßig feucht sein. Gießen muss man dann nur, wenn es für längere Zeit nicht geregnet hat.

Lässt man gelegentlich ein paar abgestorbenen Pflanzenteile auf dem Boden verrotten, reicht das als Düngung. Wer mag, kann im Herbst etwas Komposterde auf das Beet geben oder dem Gießwasser organischen Gemüsedünger beimischen.

Der Bärlauch ist winterhart und muss während dieser Zeit nicht abgedeckt werden.

Am einfachsten lässt er sich durch Teilung vermehren. Die Anzucht aus Samen ist auch möglich, aber aufwändig. Damit sie keimen müssen sie stratifiziert, also eine Kältebehandlung unterzogen werden.

Bärlauch im Topf

Bärlauch im Topf

Die Kultur von Bärlauch im Topf, Kübel oder Kasten ist zwar möglich, macht aber nur Sinn, wenn man ihn mit anderen Pflanzen kombiniert, die ähnliche ansprüche an Licht, Boden und Feuchtigkeit stellen. Ansonsten blickt man für ungefähr 9 Monate im Jahr auf ein mit Erde gefülltes Gefäß.

Basisinfos

Frisch gepflückter Bärlauch lässt sich im Kühlschrank, eingepackt in ein feuchtes Tuch oder einen Gefrierbeutel, für 5 bis 8 Tage lagern. Beim gekauften, der schon einige Zeit im Regal oder in der Kühltheke des Supermarkts verbracht hat, ist die Lagerzeit entsprechend kürzer.

Bärlauch einfrieren

Einfrieren kann man ihn auch, allerdings verliert er dadurch etwas Aroma. Ich gehe dabei wie folgt vor:

Waschen, gut abtropfen lassen oder trocken tupfen und die Stiele entfernen. Anschließend werden die Blätter übereinandergelegt, zusammengerollt und dürfen in einem Gefrierbeutel über Nacht durchfrieren.

Am nächsten Tag nehme ich den Gefrierbeutel aus dem Gefrierschrank und klopfe mit einem Topf solange auf im herum, bis die Blätter die gewünschte Größe haben. Dabei muss man schnell sein, denn sobald sie antauen zerbrechen sie nicht mehr, sondern werden matschig.

So mache ich das auch mit anderen Blattkräutern.

Das Einfrieren sollte nur die 2. Wahl sein, der er frisch viel besser schmeckt.

Wie sich der Bärlauch vom giftigen Maiglöckchen unterscheiden lässt.

Der Bärlauch und das Maiglöckchen (Convallaria majalis) sind zwar nicht miteinander verwandt, besiedeln aber den selben Lebensraum – lichte Wälder. Sodass das ungeübte Auge die beiden Pflanzen durchaus verwechseln kann, vor allem wenn sie noch keine Blüten ausgebildet haben.

Im Gegensatz zum Bärlauch, ist das Maiglöckchen aber giftig und eignet sich nicht zur Verarbeitung in der Küche. Deshalb hier eine Gegenüberstellung der beiden Arten, mit den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen.

Bärlauch Maiglöckchen
Bärlauch (links) und Maiglöckchen (rechts).

Der Bärlauch bildet meist mehrere Blätter aus. Seine sternförmigen Blüten sind doldenförmig angeordnet und zeigen nach oben.

Am Maiglöckchen erscheint zumeist nur ein Blattpaar. Seine Blätter sind um einiges fester, als die des Bärlauch. Die glockenförmigen Blüten hängen an einem Stängel, ihre Öffnung zeigt nach unten.

Weitere Infos zu den Maiglöckchen und zu verwandten Arten, habe ich hier zusammengestellt. Die Seite bietet unter anderem Tipps für die Pflege im Gartern.

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Knoblauch

Allium sativum

Der Knoblauch (Allium sativum) ist ein Allrounder, man kann ihn als Gewürz, Gemüse und als Heilpflanze verwenden.

Sein würzig bis scharfes Aroma verdankt er ätherischen Ölen. Das verliert er jedoch größtenteils beim Erhitzen.

Botanisch eingeordnet ist er in die Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Er ist nahe mit der Zwiebel, Schalotte, dem Schnittlauch oder Bärlauch verwandt. Weitere Informationen zu diesen Arten, finden Sie im Kasten auf der rechten Seite.

Knoblauch

Würzen mit Knoblauch

Knoblauch enthält ätherische Öle, die bitter werden, wenn man ihn zu stark erhitzt. Zehen, bei denen bereits eine grüne Triebspitze zu sehen ist, schmecken ebenfalls bitter. Werden die grünen Teile entfernt, kann man sie trotzdem verwenden.

Tipp: Wenn man die austreibenden Zehen in eine mit Wasser gefüllte Schüssel setzt, hat man nach ein paar Tagen frisches Knoblauchkraut (Bild rechts). Es kann wie Schnittlauch verarbeitet werden. Für die Anzucht eignen sich auch überlagerte Zehen, die bereits leicht schrumpelig sind.

Anbau-Infos
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, etwas Sand, Humus
  3. Pflanztiefe: 5-10 Zentimeter
  4. Abstand: 10-20 Zentimeter
  5. Pflanzzeit: Herbst (Oktober/November) oder Frühjahr (März/April)
  6. Düngen: Komposterde
  7. Winterhart: ja

Anbau

Knoblauch kann man im Herbst oder Frühjahr pflanzen. Wobei er, zumindest meine ich das beobachtet zu haben, größere Knollen hervorbringt, wenn er im Herbst ausgebracht wird. In sehr strengen Wintern, kann dabei die eine oder andere Pflanze erfrieren.

Er eignet sich für Mischkulturen und macht auch zwischen Stauden eine gute Figur.

Für den Anbau im Garten kann Supermarktknoblauch verwendet werden. Gesteckt werden nur die großen Zehen. Die kleinen Zipfelchen sollten nach oben zeigen.

Im Handel wird auch Steckknoblauch angeboten. Es gibt einige spannende Sorten, die sich im Geschmack, der Größe und der Färbung ihrer Haut unterscheiden.

Knoblauchbeet

Am besten wächst Allium sativum an einem Standort, an dem er für mindestens 4 Stunden täglich Sonne erhält. Er kommt aber auch im im lichten Halbschatten zurecht.

An den Boden stellt er keine übersteigerten Ansprüche, er darf nur nicht dauerhaft unter Wasser stehen. Ideal ist es, wenn er gleichmäßig feucht ist und etwas Humus enthält. Den kann man in Form von Komposterde beim Pflanzen einarbeiten. So mache ich das immer und damit ist er dann auch ausreichend gedüngt.

Ein Vorteil der Herbstpflanzung ist übrigens, dass es bis zum Frühjahr meist ausreichend regnet und man sich um die Knoblauchpflanzen nicht kümmern muss.

Wie tief und mit welchem Abstand die Zehen gesetzt werden, ist abhängig von der verwendeten Sorte. Bei Knollen die es im Durchmesser auf bis zu 5 Zentimeter bringen, reichen je 10 Zentimeter. Die Großen benötigen entsprechend mehr Platz.

Knoblauchzehen

Ernten kann man den im Herbst gepflanzten Knoblauch von Juni bis August und den im Früjahr gesetzten ab Juli.

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Amaranthus tricolor

Gemüse-Amaranth, Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)

Die Naturform des Gemüse-Amaranth (Amaranthus tricolor) soll in Südamerika heimisch sein. In unseren Breiten wird er zumeist als einjährige Beetpflanze verwendet. Die kleinen Sorten eignen sich auch für den Balkonkasten.

Seine Blätter kann man dünsten und wie Spinat (Spinacia oleracea) zubereiten. Mit dem er übrigens verwandt ist.

Weitere populäre Fuchsschwanzgewächse sind die Rübe (Beta vulgaris) mit ihren Formen, wie Mangold, Zuckerrübe oder Rote Beete. Den Vollwertlern unter uns, dürfte der Quinoa (Chenopodium quinoa) bekannt sein.

Amaranthus tricolor

Anbau-Infos
  1. Aussaat: April im Haus, ab Mai im Beet
  2. Saattiefe: 2-3 Zentimeter
  3. Abstand: 30 bis 50 Zentimeter
  4. Standort: sonnig
  5. Boden: humos, gleichmäßig feucht, Gemüseerde
  6. Ernte: Juli bis zum ersten Frost
  7. Winterhart: nein, einjährige Art

Anbau

Standort: Ideal ist ein Standort, der dem Gemüse-Amaranth für mindestens 3 Stunden täglich Sonnenlicht bietet.

Boden/Substrat: Gleichmäßig bis mäßig feucht, humushaltig; Blumen- oder Gemüseerde.

Düngen: Organischer Gemüsedünger, bei Topfultur in frischer Erde ist keine Düngung erforderlich.

Winterhart: Nein.

Vermehren: Im Fachhandel werden Samen angeboten.

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Anbau

Erdmandel

Cyperus esculentus

Die Erdmandel ist nahe mit dem Papyrus (Cyperus papyrus) verwandt und zählt zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae).

Sie bildet an ihren Wurzeln kleine, den Mandeln ähnlich sehende „Knöllchen“ aus, ihnen verdankt sie ihren Trivialnamen.

Weitere Namen: Tigernuss, Erdmandelgras, Chufa.

Erdmandeln
Erdmandeln

Aus Erdmandeln werden Flocken, Mehl, Milch und Öl hergestellt. Die finden wiederum in Backwaren, Müslis oder Kosmetikprodukten Verwendung.

Zum Rohverzehr eignen sie sich nicht, auch nach mehrstündigem Einweichen bleiben sie hart. Zudem sind sie sehr fasrig in der Konsistenz.

Cyperus esculentus

Anbau-Infos
  1. Aussaat: ab März im Haus, ab Mai im Garten oder auf dem Balkon
  2. Saattiefe: 2-3 Zentimeter
  3. Abstand: 5 Zentimeter
  4. Standort: sonnig
  5. Substrat: Blumenerde-Sand-Mix
  6. Ernte: Oktober bis Dezember
  7. Winterhart: nein, aber die Knöllchen können im Boden überdauern

Erdmandeln im Topf

Der Anbau von Erdmandeln ist nach meinen Erfahrungen eine nette Spielerei, lohnt sich aber nicht.

Da Cyperus esculentus sich durch Ausläufer verbreitet und zum Wuchern neigt, sollte man sie nicht ins Beet setzen. Die Pflanzen selbst überstehen unsere Winter zwar nicht, aber die Knöllchen, von denen viele gebildet werden, können im Boden überdauern um im Frühjahr auszutreiben.

Gesät, bzw. gesteckt werden, es handelt sich hier ja nicht um Samen, kann ab Mitte März im Haus oder Mai auf dem Balkon.

Das Substrat sollte durchlässig sein, ich habe einen Mix aus ungedüngter Blumenerde und Sand verwendet.

Optimal ist ein sonniger Standort.

Die Erde hält man gleichmäßig feucht. Während der heißen Sommerwochen muss täglich gegossen werden. Es schadet nicht, wenn ab und an etwas Wasser im Untersetzer stehen bleibt.

Das Düngen ist nicht erforderlich, wer mag, kann dem Gießwasser gelegentlich etwas organischen Gemüsedünger beimischen.

Geerntet wird ab Oktober, sobald die Blätter gelb werden.

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Anbau

Gartenkresse

Lepidium sativum

Die Gartenkresse (Lepidium sativum) zählt zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) und wächst einjährig, nach der Blüte stirbt sie ab.

Dass sie mit Senf und Rettich verwandt ist, ist an ihrem würzig scharfen Aroma zu erkennen.

In der Küche verwendet werden ihre Sprossen, also nur wenige Tage alte Sämlinge. Sie sind ganzjährig im Handel zu finden, lassen sich aber auch einfach auf der Fensterbank anziehen.

Kresse
Selbst gezogene Kresse.
Anbau-Infos
  1. Aussaat: ist in der Wohnung ganzjährig möglich
  2. Standort/Temperatur: hell bis sonnig, 15 bis 25 °C
  3. Substrat: Küchenkrepp oder ohne im Keimgerät
  4. Ernte: nach 7 bis 10 Tagen

Der Anbau auf der Fensterbank

Für die Anzucht von Kresse eignen sich Sprossentürme oder Schalen. Sie wächst aber auch gut in feuchtem Küchenkrepp, das auf einem Teller liegt.

Wer es gerne kitschig mag, verwendet dafür einen Kresseigel.

Die Samen muss man vor der Aussaat nicht einweichen. Da sie stark aufquellen und sich mit einer schleimigen Hülle umgeben, dürfen sie nicht zu eng platziert werden.

Gewässert und gelüftet wird zweimal täglich.

Ernten kann man, je nach Temperatur, nach 7 bis 10 Tagen. Dafür werden die Triebspitzen abgeschnitten. Die Wurzel sind auch essbar, schmecken aber sehr scharf. Zudem lassen sich die Samenhüllen nur schwer entfernen.

Der Anbau im Garten

Mit der Direktsaat im Garten muss man warten, bis nicht mehr mit Frost zu rechnen ist. Die Saattiefe beträgt ungefähr 5 Millimeter. Der Boden sollte gleichmäßig feucht sein. Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte.

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Baby Leaf Salat

Zur Verwendung als Pflücksalat oder Baby Leaf, wie er jetzt neudeutsch heißt, eignen sich verschiedene Salat- oder Gemüsesorten.

Im Handel werden viele Mischungen angeboten, die neben den Sorten des Gartensalats (Lactuca sativa) auch Endivie (Cichorium endivia) Mangold/Rote Beete (Beta vulgaris), Pak Choi (Brassica rapa), Spinat (Spinacia oleracea) oder Senf (Brassica nigra) enthalten können.

In der Küche zum Einsatz kommen die jungen, nur wenige Tage oder Wochen alten Blätter. Geerntet wird von aussen nach innen.

Der Anbau von Baby Leaf ist platzsparend und kann im Topf, Kübel oder Balkonkasten erfolgen. Wird regelmäßig nachgesät, dann stehen bis in den Oktober frische Salatblätter zur Verfügung.

Baby Leaf Salat

Anbau-Infos
  1. Aussaat: April bis September
  2. Saattiefe: 2-3 Zentimeter
  3. Abstand: 2 bis 5 Zentimeter
  4. Standort: sonnig
  5. Boden: humos, gleichmäßig feucht, Gemüseerde
  6. Ernte: Juni bis Oktober
  7. Winterhart: nein, einjährige Art

Anbau

Optimal für den Anbau von Pflücksalat ist ein sonniges Plätzchen. Er kommt aber auch mit lichtem Halbschatten zurecht, vor allem während der langtagigen Sommerwochen.

Der Boden sollte humos und gleichmäßig feucht sein. Für die Kultur im Topf oder Kasten wird Gemüseerde angeboten.

Da die Blätter regelmäßig geerntet werden, kann man eng säen. Noch einfacher ist die Verwendung von Saatbändern oder -Scheiben.

Tipp

Auch die jungen Blätter der Erbse (Pisum sativum) sind zart und können wie Salat verwendet werden. Für die Anzucht eignen sich Erbsen aus dem Supermarkt. Ernten kann man bereits eine Woche nach der Aussaat.

Erbsengrün
Ungefähr 10 Tage alte Erbsenpflanzen. Sie sind im Aroma leicht süß.

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Anbau

Rettich, schwarzer

Raphanus sativus var. niger

Der Schwarze Rettich ist, wie das Radieschen oder der Rattenschwanz-Rettich, eine Form des Gartenrettichs (Raphanus sativus). Er wird auch als Winterrettich bezeichnet. Es sind verschiedenen Sorten zu erhalten, mit runden oder länglichen Rüben.

Von den roten oder weißen Formen unterscheidet er sich durch seine festere Konsistenz. Zudem schützt ihn die dunkle Haut. Dadurch lässt er sich länger lagern.

Ihm werden unter anderem cholesterinsenkende, harntreibende oder verdauungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.

Schwarzer Rettich

Anbau-Infos
  1. Aussaat: Juli bis August
  2. Saattiefe: 2-3 Zentimeter
  3. Abstand: 20 bis 30 Zentimeter
  4. Standort: sonnig
  5. Boden: humos, gleichmäßig feucht
  6. Ernte: Ende Oktober bis Mitte November
  7. Winterhart: nein, einjährige Art

Anbau

Der Anbau des schwarzen Rettich entspricht weitgehend dem der anderen Sorten, wie Radieschen oder Eiszapfen. Gesät werden kann er von Mitte Juli bis August.

Die Saattiefe darf 2 bis 3 Zentimeter betragen. Der Abstand sollte zwischen 20 und 30 Zentimeter liegen, je nach Sorte oder gewünschter Erntegröße.

Ich säe immer eng und dünne dann nach und nach aus, sodass am Schluß nur noch die großen und kräftigen Exemplare im Beet bleiben. Mit den ausgedünnten Rettichpflänzchen lassen sich Blattsalate aufpeppen.

Rettichbeet
Rettichbeet Mitte August.

Ideal ist ein Beet in sonniger Lage. Der Boden sollte humos und gleichmäßig feucht sein. Ich gebe im Herbst Komposterde auf die Beete. Andere Dünger verwende ich nicht.

Das Ernten lohnt sich, sobald die Knollen einen Durchmesser von 4 Zentimetern erreicht haben. Sie sind zarter und weniger scharf als die großen Exemplare. Sollten aber frisch verzehrt werden.

Zum Einlagern eignen sich Rettiche ab einem Durchmesser von 8 Zentimetern.

Tipp: Pflanzen die keine Knolle ansetzen nicht entfernen sonden blühen lassen. Sie bilden nach der Blüte Schoten, die man essen kann. Ähnlich wie die des Rattenschwanz-Radi.

Rettich-Schoten
Die Schoten des Schwarzen Rettich können verzehrt werden.